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25.06. TUSEM kassiert Niederlage im letzten Heimspiel

Der TUSEM Essen hat sein letztes Heimspiel in der Handball-Bundesliga verloren. Gegen die Rhein-Neckar Löwen stand es vor 832 Zuschauern in der Arena „Am Hallo“ am Ende 23:33 (12:15). Der Traditionsklub von der Margarethenhöhe verabschiedete nach der Partie gleich vier Spieler.

Zum letzten Mal in dieser langen Saison stand für den TUSEM Essen ein Heimspiel in der 1. Liga an. Es war das vorerst letzte im Handball-Oberhaus, da der Abstieg ja bereits feststeht. Auch wenn diese Begegnung für die Tabelle nicht die allergrößte Relevanz besaß, wollte sich der TUSEM gegen den großen Favoriten von seiner besten Seite zeigen. Dabei mussten die Essener allerdings auf Tim Rozman verzichten, der sich im Training das Außenband im Sprunggelenk riss.

Die Partie startete direkt munter, beide Mannschaften versuchten zu schnellen Treffern zu kommen. Die Löwen waren vor allem durch Nationalspieler Patrick Groetzki erfolgreich, der Rechtsaußen ließ kaum Chancen liegen. Auf der anderen Seite versuchte es Justin Müller immer wieder mit ansatzlosen Abschlüssen, die meist mit Toren belohnt wurden. Allerdings erlaubte sich der TUSEM im Passspiel ein paar Fehler und war in einigen Würfen zu ungenau. 

Aber auch der TUSEM wusste über weite Strecken der ersten Halbzeit gut zu verteidigen, hatte vor allem Jannik Kohlbacher am Kreis gut im Griff und auch Top-Star Andy Schmid kam nicht  richtig zur Entfaltung. Und wenn sich die Gäste mal gute Möglichkeiten erspielten, stellte sich Lukas Diedrich in den Weg. Der Essener Keeper konnte insgesamt an diesem Abend 14 Paraden für sich verzeichnen. Dementsprechend waren die Hausherren in der ersten Hälfte zwar auf Augenhöhe, mussten aber letztendlich doch einen 12:15-Rückstand zur Pause hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Mannheimer schnell davon. Gästekeeper David Späth vernagelte das Tor und brachte die Essener immer wieder zur Verzweiflung. Im Angriff lief es immer wieder mit viel Tempo in Richtung TUSEM-Tor. Die Löwen drehten auf und zeigten ihre individuelle Klasse und siegten am Ende sehr deutlich, was dem Spielverlauf aber nicht ganz entsprach.

Die Fans des TUSEM waren dennoch gut gelaunt und unterstützen ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde. Unter Applaus wurden dann auch noch vier Spieler verabschiedet, die in der kommenden Saison bei anderen Vereinen aktiv sind. Tim Zechel geht zum HC Erlangen, Niklas Ingenpaß zur HSG Konstanz, Laurenz Kluth wechselt zur Bjerringbro-Silkeborg nach Dänemark und Christopher Wolf kehrte nach seinem Intermezzo in Essen bereits zum Longericher SC zurück. 

„Ich habe ein weinendes und ein lachendes Auge. Natürlich haben wir uns das letzte Heimspiel anders vorgestellt. Aber ich bin unheimlich dankbar dafür, was die Fans hier geleistet und wie sie uns unterstützt haben. Da fällt mir der Abschied noch schwerer, als ich gedacht habe. Ich bin unfassbar dankbar, weil ich hier viel Vertrauen bekommen habe und mich entwickeln konnte“, sagte Tim Zechel nach seinem letzten Heimspiel für den TUSEM.

Trainer Jamal Naji war insgesamt auch zufrieden, trotz der am Ende hohen Niederlage: „Es war schon Wahnsinn. Du bekommst eine Packung mit zehn Toren und trotzdem feiern dich 800 Leute so hart ab. Also ich bin da wirklich geflasht – tolle Stadt, tolle Fans, einfach großartig. Das ist ja nicht Usus. Es war ein paradoxes Spiel. Wir spielen gut und holen uns unsere Chancen. Aber wir haben in Summe 21 Fehlwürfe. Wir sind einfach am Torwart und unserer eigenen Abschlussqualität gescheitert“. Noch ein letztes Mal darf der TUSEM in der Handball-Bundesliga ran. Am kommenden Sonntag geht es auswärts gegen den HSC Coburg. Anwurf in der HUK Coburg Arena ist um 13 Uhr. 

TUSEM Essen – Rhein-Neckar Löwen 23:33 (12:15)
TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (1/1), Durmaz, Becher, Ignatow (1), Szczesny, Müller (6), Firnhaber (2), Seidel (2), Morante (3), Klingler (4/1), Kluth, Ingenpaß (2), Zechel (2).
Löwen: Palicka, Späth (1); Schmid, Gensheimer (1/1), Veigel, Kirkelokke (4), Lagarde (1), Patrail, Tollbring (7/1), Ahouansou (4), Abutovic, Groetzki (9), Gislason, Nilsson, Kohlbacher (6). Siebenmeter: 2/5 – 2/3.
Strafminuten: 8 – 12 (Disq. Gislason, 58.).
Schiedsrichter: C.Hannes (Aachen)/D.Hannes (Frankfurt).
Zuschauer: 823.